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Poolsanierung Wien und Umgebung

Ratgeber zu Schäden, Abdichtung, Sanierungsverfahren, Ablauf und Kosten

Lesedauer: ca. 10 Min.

Kurzantwort: Eine Poolsanierung sollte nicht bei Fliesen, Folie oder Farbe beginnen, sondern bei der Ursache des Problems. Wasserverlust, Risse, lose Beläge, Schäden an GFK-Oberflächen oder eine veraltete Pooltechnik können ganz unterschiedliche Maßnahmen erfordern. Entscheidend sind Beckenart, Untergrund, vorhandener Aufbau und Schadensumfang. Erst nach einer Bestandsaufnahme lässt sich sinnvoll beurteilen, ob eine lokale Reparatur genügt oder eine umfassendere Sanierung wirtschaftlicher ist.

Ein Pool kann auf den ersten Blick noch ordentlich aussehen und technisch trotzdem bereits Probleme haben. Gerade kleine Undichtigkeiten, erste Risse oder lose Beläge werden häufig eine Saison lang beobachtet – manchmal auch zwei. Verständlich, denn niemand möchte ein funktionierendes Schwimmbecken ohne Grund zur Baustelle machen.

Schwieriger wird es, wenn dieselben Stellen immer wieder repariert werden. Neue Fugen helfen wenig, wenn sich der Untergrund bewegt. Eine neue Oberfläche löst keine Undichtigkeit an einer Rohrleitung. Und auch ein sinkender Wasserspiegel bedeutet nicht automatisch, dass der Beckenkörper selbst undicht geworden ist.

Bei einer Poolsanierung steht deshalb eine Frage ganz am Anfang: Was ist tatsächlich beschädigt – und warum?

Wann wird eine Poolsanierung notwendig?

Nicht jeder optische Mangel verlangt eine komplette Sanierung. Eine einzelne beschädigte Randplatte, eine lokal auffällige Fuge oder ein klar eingrenzbarer Defekt kann unter Umständen gezielt instand gesetzt werden.

Anders sieht es aus, wenn Schäden wiederkehren oder mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen sind.

Typische Hinweise sind:

  • ungewöhnlicher oder zunehmender Wasserverlust
  • Risse im Becken oder Beckenkopf
  • hohl klingende oder lose Fliesen
  • ausgebrochene und dauerhaft beschädigte Fugen
  • Ablösungen einer Beschichtung
  • Falten, Versprödungen oder Schäden an einer Poolfolie
  • Blasen oder Veränderungen an GFK-Oberflächen
  • beschädigte oder korrodierte Einbauteile
  • Undichtigkeiten an Skimmer, Düsen oder Leuchten
  • Probleme mit Rohrleitungen
  • stark gealterte Pumpen- oder Filtertechnik
  • beschädigte Poolumrandungen

Eine Sanierung muss übrigens nicht erst dann beginnen, wenn der Pool undicht ist. Auch eine technisch noch funktionierende Anlage kann modernisiert werden, beispielsweise wenn Pumpe, Filteranlage, Beleuchtung oder Beckenrand ohnehin erneuert werden sollen. Der Österreichische Verband der Schwimmbadwirtschaft empfiehlt bei einer Renovierung zunächst eine Zustands- und Anforderungsanalyse und erst danach Budgetierung, Planung, vorbereitende Arbeiten, technische Maßnahmen sowie die abschließende Überprüfung.

Wasserverlust bedeutet nicht automatisch einen undichten Pool

Wenn der Wasserstand regelmäßig sinkt, liegt der Verdacht auf eine Undichtigkeit nahe. Trotzdem sollte nicht vorschnell der Beckenkörper verantwortlich gemacht werden.

Ein Teil des Wassers geht durch Verdunstung verloren. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt unter anderem von Temperatur, Wind, Nutzung und Abdeckung ab. Der Österreichische Verband der Schwimmbadwirtschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Poolabdeckung die Verdunstung deutlich reduzieren kann.

Fällt der Wasserverlust jedoch plötzlich deutlich höher aus als gewohnt, sollten mögliche Ursachen systematisch eingegrenzt werden.

Infrage kommen beispielsweise:

  • Risse oder Schäden am Beckenkörper
  • Probleme in einem vorhandenen Abdichtungssystem
  • undichte Rohrleitungen
  • Skimmer und Überlaufrinnen
  • Einströmdüsen
  • Bodenabläufe
  • Leuchten und andere Einbauteile
  • Verschraubungen und Armaturen
  • Leitungen und Komponenten der Filtertechnik

Hier zeigt sich, warum eine Diagnose vor der eigentlichen Sanierung wichtig ist. Wer eine komplette Oberfläche erneuert und anschließend feststellt, dass eine Rohrleitung undicht war, hat am falschen Bauteil begonnen.

Typische Schäden bei einer Poolsanierung

Risse im Betonpool

Risse sollten zunächst beurteilt werden, bevor sie einfach geschlossen oder überarbeitet werden.

Nicht jeder feine Riss ist automatisch ein schwerer konstruktiver Schaden. Verlauf, Breite, Tiefe und mögliche Bewegungen spielen bei der Bewertung eine wesentliche Rolle.

Gerade bei Stahlbetonbecken ist zudem zu berücksichtigen, dass Beton über lange Zeit schwindet. Technische Hinweise der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen behandeln deshalb unter anderem Belegreife, Schwindvorgänge, Probefüllungen und die Vorbereitung des Beckenkörpers vor keramischen Auskleidungen.

Eine neue Oberfläche sollte deshalb nie dazu dienen, einen ungeklärten Riss lediglich zu verdecken.

Lose Poolfliesen und beschädigte Fugen

Einzelne lose Fliesen können unterschiedliche Ursachen haben. Möglich sind beispielsweise Probleme bei der ursprünglichen Verlegung, ein ungeeigneter oder nicht ausreichend vorbereiteter Untergrund, Hohlräume sowie Beanspruchungen durch Feuchtigkeit, Temperaturwechsel und Frost.

Bei wiederkehrenden oder großflächigen Ablösungen sollte deshalb nicht nur die sichtbare Fliese betrachtet werden.

Besonders wichtig: Bei einem klassisch gefliesten Schwimmbecken ist die keramische Auskleidung nicht automatisch die Abdichtung des Beckens. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen hält ausdrücklich fest, dass keramische Beckenauskleidungen keine abdichtende Funktion erfüllen. Je nach Konstruktion ist daher eine eigene Abdichtung erforderlich.

Mehr zu geeigneten Belägen, Frostbeständigkeit und Rutschhemmung finden Sie in unserem Ratgeber Poolfliesen.

Schäden an einer Poolfolie

Bei Folienbecken können im Laufe der Jahre Verfärbungen, Falten, Versprödungen oder mechanische Beschädigungen entstehen.

Ob eine lokale Reparatur möglich ist oder eine neue Innenhülle sinnvoller wird, hängt vom konkreten Zustand ab. Wird die Folie erneuert, sollte gleichzeitig der darunterliegende Aufbau geprüft werden.

Eine neue Folie verbessert die Oberfläche – vorhandene Schäden am Beckenkörper, an Anschlüssen oder Einbauteilen verschwinden dadurch nicht.

Schäden an GFK- und Polyesterpools

GFK- bzw. Polyesterpools besitzen einen anderen Aufbau als geflieste Betonbecken. Schäden an der Oberfläche müssen deshalb entsprechend dem jeweiligen Laminataufbau beurteilt werden.

Neben Rissen und mechanischen Beschädigungen kann bei glasfaserverstärkten Kunststoffen nach längerer Wasserbeanspruchung Blasenbildung auftreten. Ein möglicher Mechanismus dahinter ist Osmose.

Das britische National Physical Laboratory beschreibt osmotische Blasenbildung bei GFK-Konstruktionen, die über längere Zeit Wasser ausgesetzt sind, und nennt neben Booten und Wassertanks ausdrücklich auch Schwimmbecken. Wasser kann in den Verbundwerkstoff eindringen und unter bestimmten Bedingungen zu Blasenbildung sowie weitergehenden Schäden führen.

Bei auffälligen Blasen sollte deshalb nicht einfach nur die sichtbare Oberfläche überarbeitet werden. Zunächst muss geklärt werden, wie weit die Schädigung tatsächlich reicht.

Betonpool, Folienpool oder GFK-Pool – die Sanierung unterscheidet sich

Der Begriff Poolsanierung umfasst sehr unterschiedliche Konstruktionen.

Beckenart Typische Sanierungsthemen
Betonbecken Risse, Untergrund, Beckenkörper, Abdichtung, Oberfläche
Gefliestes Becken Untergrund, Abdichtung, lose Fliesen, Fugen, Anschlüsse
Folienbecken Innenhülle, Untergrund, Anschlüsse und Einbauteile
GFK-/Polyesterpool Oberfläche, Gelcoat, Blasenbildung, Risse und Laminataufbau

Genau deshalb gibt es kein Sanierungsverfahren, das pauschal bei jedem Pool funktioniert.

Reparieren oder den Pool vollständig sanieren?

Diese Entscheidung sollte weder allein vom Alter des Pools noch von der Optik abhängig gemacht werden.

Eine lokale Reparatur kann sinnvoll sein, wenn:

  • die Ursache eindeutig feststeht
  • der Schaden klar begrenzt ist
  • der restliche Aufbau technisch funktioniert
  • keine weiteren typischen Schäden vorhanden sind
  • sich die Reparatur fachgerecht in den bestehenden Aufbau integrieren lässt

Eine umfassendere Poolsanierung wird dagegen interessanter, wenn:

  • Schäden an mehreren Stellen auftreten
  • die Oberfläche ohnehin großflächig entfernt werden muss
  • Abdichtung oder Untergrund betroffen sind
  • Fliesen oder Beschichtungen ihre Haftung verlieren
  • mehrere Einbauteile gleichzeitig erneuert werden müssen
  • Leitungen Probleme verursachen
  • Technik und Oberfläche beide stark gealtert sind
  • der Pool grundsätzlich modernisiert werden soll

In der Praxis lohnt es sich, nicht nur die Kosten der aktuellen Reparatur zu betrachten. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Arbeiten in absehbarer Zeit noch folgen könnten.

Mehrere kleine Reparaturen sind nicht automatisch günstiger als eine einmal sauber geplante Sanierung.

Die Abdichtung ist mehr als die sichtbare Oberfläche

Besonders bei gefliesten Pools entsteht leicht der Eindruck, Fliesen und Fugen würden das Wasser im Becken halten.

Technisch ist das zu einfach gedacht.

Bei keramisch ausgekleideten Betonbecken müssen Beckenkörper, gegebenenfalls erforderliche Abdichtung, Untergrund, Verlegeschicht, Fliesen, Fugen und Anschlüsse als Gesamtsystem betrachtet werden. Keramische Beckenauskleidungen erfüllen laut den technischen Hinweisen der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen selbst keine abdichtende Funktion.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen unter anderem:

  • Übergänge zwischen Boden und Wand
  • Einbauteile
  • Rohrdurchführungen
  • Skimmer
  • Düsen
  • Leuchten
  • Bewegungs- und Anschlussfugen
  • Treppen
  • Beckenkopf und Beckenrand

Eine Poolsanierung besteht deshalb meist aus deutlich mehr als dem Austausch der sichtbaren Oberfläche.

Poolsanierung: sinnvoller Ablauf in acht Schritten

1. Zustand und gewünschte Nutzung erfassen

Zuerst werden Beckenart, vorhandener Aufbau, Technik, sichtbare Schäden und gewünschte Veränderungen aufgenommen.

Auch die Frage, ob der Pool lediglich instand gesetzt oder gleichzeitig modernisiert werden soll, gehört bereits hier geklärt.

2. Schadensursache untersuchen

Wasserverlust, Risse, lose Oberflächen und auffällige Anschlüsse werden geprüft.

Je besser sich die Ursache eingrenzen lässt, desto genauer kann anschließend geplant werden.

3. Sanierungsumfang festlegen

Erst danach wird entschieden, welche Bauteile erhalten werden können und welche erneuert werden müssen.

Mögliche Bereiche sind:

  • Oberfläche
  • Beckenkörper
  • Abdichtung
  • Untergrund
  • Einbauteile
  • Leitungen
  • Technik
  • Beckenkopf
  • Poolumrandung

4. Pool entleeren und kontrolliert rückbauen

Je nach Konstruktion werden beschädigte oder nicht mehr benötigte Teile und Schichten entfernt.

Gerade während des Rückbaus zeigt sich häufig erst der tatsächliche Zustand des Untergrunds.

5. Untergrund und Schäden instand setzen

Risse, Unebenheiten und geschädigte Bereiche werden entsprechend der Konstruktion und dem späteren Aufbau vorbereitet.

Eine neue Oberfläche benötigt einen tragfähigen und geeigneten Untergrund.

6. Abdichtung und Anschlüsse herstellen

Wo eine zusätzliche Abdichtung erforderlich ist, werden Fläche, Durchdringungen und Anschlüsse in das geplante System eingebunden.

Hier sollte besonders sorgfältig gearbeitet werden, weil viele unterschiedliche Bauteile zusammentreffen.

7. Oberfläche und Technik fertigstellen

Abhängig vom jeweiligen Becken können anschließend beispielsweise Fliesen, Mosaik, Folie oder ein anderes vorgesehenes Oberflächensystem sowie neue Einbauteile und technische Komponenten folgen.

8. Prüfen und wieder in Betrieb nehmen

Nach Abschluss der Arbeiten wird der Pool kontrolliert und getestet. Genau diese abschließende Überprüfung und Inbetriebnahme ist auch Bestandteil des vom Österreichischen Verband der Schwimmbadwirtschaft beschriebenen Renovierungsablaufs.

Erforderliche Trocknungs-, Aushärtungs- und Wartezeiten sollten dabei nicht verkürzt werden.

Bei der Poolsanierung auch die Technik prüfen

Wenn ein Pool ohnehin außer Betrieb genommen wird, lohnt sich zumindest eine Bestandsaufnahme der technischen Komponenten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Filteranlage
  • Umwälzpumpe
  • Rohrleitungen
  • Absperrungen
  • Skimmer oder Überlauf
  • Einströmdüsen
  • Bodenablauf
  • Beleuchtung
  • Mess- und Dosiertechnik
  • gegebenenfalls Poolheizung

Das bedeutet nicht, dass funktionierende Technik automatisch ersetzt werden sollte.

Interessant sind vielmehr Zustand, Dimensionierung, Energieverbrauch, Ersatzteilversorgung und geplante weitere Nutzungsdauer.

Der Österreichische Verband der Schwimmbadwirtschaft nennt insbesondere effiziente Filterpumpen und Poolabdeckungen als Ansatzpunkte zur Reduzierung des Energieverbrauchs.

Wichtig: Arbeiten an elektrischen Einrichtungen gehören ausschließlich in die Hände entsprechend qualifizierter Fachbetriebe.

Was kostet eine Poolsanierung?

Eine seriöse Pauschale für die Kosten einer Poolsanierung lässt sich ohne Kenntnis des Bestands kaum nennen.

Schon zwei Becken mit gleicher Größe können völlig unterschiedliche Arbeiten erfordern.

Wichtige Kostenfaktoren sind:

Bereich Einfluss auf die Kosten
Beckenart Beton, Fliesen, Folie oder GFK
Schadensbild lokale Reparatur oder großflächiger Schaden
Untergrund intakt, rissig, uneben oder teilweise zu erneuern
Abdichtung Bestand verwendbar oder neuer Aufbau notwendig
Oberfläche Art und Umfang der neuen Auskleidung
Einbauteile Anzahl, Zustand und Anschlussaufwand
Pooltechnik Erhalt, Reparatur oder Modernisierung
Beckenkopf Bestand erhalten oder erneuern
Poolumrandung vorhandene oder neue Außenfläche
Zugänglichkeit Rückbau, Transport und Entsorgung
Geometrie Treppen, Rundungen, Überlauf und Sonderformen

Ein Angebot ist deshalb nur sinnvoll vergleichbar, wenn klar beschrieben ist, welche Arbeiten tatsächlich enthalten sind.

Ein niedriger Quadratmeterpreis für eine Oberfläche sagt wenig aus, wenn Untergrundsanierung, Abdichtung und Anschlussarbeiten zusätzlich notwendig werden.

Typische Fehler bei einer Poolrenovierung

Nur die Oberfläche erneuern

Wenn unter Fliesen, Folie oder Beschichtung bereits Schäden vorhanden sind, beseitigt eine neue Oberfläche deren Ursache nicht.

Risse einfach verschließen

Vor einer Reparatur sollte geklärt werden, ob ein Riss stabil ist oder weiterhin Bewegung auftreten kann.

Abdichtung und Belag miteinander verwechseln

Besonders bei gefliesten Becken ist die sichtbare Keramik nicht automatisch die wasserführende Abdichtung.

Technik erst am Ende berücksichtigen

Neue Einbauteile, Leitungen oder Beleuchtung sollten geplant werden, bevor fertige Oberflächen wieder geschlossen werden.

Poolumrandung vergessen

Auch Beckenkopf und angrenzende Flächen gehören zum Gesamtprojekt. Gefälle, Wasserführung, Frostbeanspruchung und Trittsicherheit sollten dort berücksichtigt werden.

Wann professionelle Koordination sinnvoll wird

Bei einem einzelnen, klar abgegrenzten Schaden ist nicht zwangsläufig ein umfangreiches Sanierungsprojekt notwendig.

Sobald allerdings Beckenkörper, Abdichtung, Oberfläche, Einbauteile, Leitungen und Technik zusammentreffen, entstehen zahlreiche Schnittstellen.

Genau dort wird eine koordinierte Planung wichtig.

Die GERRY BAU GmbH begleitet Sanierungs- und Renovierungsprojekte in Wien und Umgebung von der Bestandsaufnahme bis zur abgestimmten Umsetzung. Bei umfangreicheren Projekten können notwendige Fachleistungen koordiniert eingebunden werden.

Nach unserer Erfahrung ist dabei eine Regel besonders sinnvoll: Nicht mehr erneuern als notwendig – aber auch keine neue Oberfläche auf einen ungeklärten Schaden setzen.

FAQ – häufige Fragen zur Poolsanierung

Wann muss ein Pool saniert werden?

Eine Sanierung sollte geprüft werden, wenn wiederkehrender Wasserverlust, Risse, lose Beläge, beschädigte Fugen, Probleme mit einer Folie, Veränderungen an GFK-Oberflächen oder technische Mängel auftreten. Ein einzelner lokaler Schaden bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das gesamte Becken saniert werden muss.

Kann man einen alten Pool einfach neu fliesen?

Nicht ohne Prüfung des vorhandenen Aufbaus. Untergrund, Beckenkörper und gegebenenfalls vorhandene Abdichtung müssen für eine neue keramische Auskleidung geeignet sein.

Was kostet eine Poolsanierung?

Das hängt stark von Beckenart, Größe, Schadensumfang, Oberfläche, Technik und Zugänglichkeit ab. Ohne Bestandsaufnahme sind pauschale Quadratmeterpreise daher nur eingeschränkt aussagekräftig.

Was ist bei der Sanierung eines Betonpools besonders wichtig?

Risse, Beckenkörper, Untergrund, Abdichtung und sämtliche Einbauteile sollten gemeinsam betrachtet werden. Eine neue Oberfläche allein behebt einen darunterliegenden Schaden nicht.

Kann ein Folienpool saniert werden?

Ja. Je nach Zustand können lokal begrenzte Reparaturen oder eine Erneuerung der Innenhülle infrage kommen. Dabei sollten Untergrund und Einbauteile ebenfalls kontrolliert werden.

Was bedeutet Osmose bei einem GFK-Pool?

Bei länger wasserbeanspruchten glasfaserverstärkten Kunststoffen kann Feuchtigkeit in den Verbundwerkstoff eindringen. Unter bestimmten Bedingungen kann dadurch eine osmotisch verursachte Blasenbildung entstehen. Das National Physical Laboratory dokumentiert dieses Schadensbild unter anderem bei GFK-Schwimmbecken.

Kann man einen gefliesten Pool nur stellenweise reparieren?

Das kann möglich sein, wenn Ursache und Umfang eindeutig begrenzt sind und der übrige Aufbau intakt ist. Bei wiederkehrenden oder großflächigen Schäden sollte dagegen zunächst der gesamte betroffene Aufbau untersucht werden.

Sollte die Pooltechnik bei einer Sanierung erneuert werden?

Nicht automatisch. Es ist jedoch sinnvoll, Zustand, Energieverbrauch und Dimensionierung zu prüfen, wenn der Pool ohnehin außer Betrieb ist.

Zichen Lu - Autor der Webseite
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Quellenangaben

Wirtschaftskammer Österreich / ARGE ÖVS – Renovierung und Modernisierung alter Pools: Ein Schritt in die Zukunft
https://www.wko.at/oe/handel/oevs/oevs-infoblatt-pool-renovierung.pdf

Wirtschaftskammer Österreich / ARGE ÖVS – Energieeinsparungen für den Poolbesitzer
https://www.wko.at/oe/handel/oevs/energieeinsparungen-fuer-poolbesitzer.pdf

Wirtschaftskammer Österreich / ARGE ÖVS – Wassereinsparungen bei Swimmingpools
https://www.wko.at/oe/handel/oevs/wassereinsparungen-bei-swimmingpools.pdf

Österreichischer Fliesenverband / Wirtschaftskammer Österreich – Technisches Merkblatt 23: Zusätzliche Materialeigenschaften an die Keramik
https://www.wko.at/ooe/gewerbe-handwerk/hafner-platten-fliesen/tmb23-2021-materialanforderungen.pdf

Deutsche Gesellschaft für das Badewesen – DGfdB R 25.01, öffentlich zugänglicher Richtlinienentwurf: Stahlbetonbecken mit keramischen Auskleidungen
https://www.dgfdb.de/fileadmin/user_upload/DGfdB_R_25.01_Stahlbetonbecken_mit_keramischen_Auskleidungen_-_TA_Blaudruck_5.2022.pdf

National Physical Laboratory – Survey of Long-Term Durability Testing of Composites, Adhesives and Polymers
https://eprintspublications.npl.co.uk/7484/1/MAT85.pdf

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