Badezimmerrenovierung
Ratgeber: Planung, Ablauf, Kosten und typische Fehler bei der Badrenovierung
Lesedauer: ca. 10 Min.
Kurzantwort: Wer ein Badezimmer renovieren möchte, sollte zuerst klären, ob lediglich Oberflächen und Ausstattung erneuert werden oder ob auch Leitungen, Abdichtung, Elektrik und Bodenaufbau betroffen sind. Genau davon hängen Aufwand, Kosten und Bauzeit wesentlich stärker ab als von der reinen Raumgröße. Besonders bei älteren Bädern lohnt sich eine sorgfältige Bestandsaufnahme, bevor neue Fliesen, Sanitärobjekte oder Möbel bestellt werden. Eine gute Badrenovierung beginnt deshalb nicht mit der Produktauswahl, sondern mit dem vorhandenen Aufbau.
Dann werden die alten Möbel entfernt, eine Fliese klingt beim Abklopfen hohl, hinter der Dusche zeigt sich ein Feuchtigkeitsproblem oder die vorhandenen Anschlüsse liegen genau dort, wo künftig die bodengleiche Dusche geplant war. Plötzlich ist aus einer überschaubaren Renovierung eine deutlich umfangreichere Badsanierung geworden.
Gerade im Badezimmer greifen Oberflächen, Wasserinstallation, Elektrik, Abdichtung, Estrich, Trockenbau und Sanitärgegenstände eng ineinander. Deshalb gehört das Bad zu den Räumen, bei denen eine gute Reihenfolge besonders viel ausmacht.
- Bad renovieren oder komplett sanieren?
- Was sollte vor der Badrenovierung geprüft werden?
- Badezimmer renovieren: der typische Ablauf
- Wasserleitungen und Elektrik richtig einplanen
- Abdichtung im Badezimmer
- Bad renovieren ohne Fliesen abzuschlagen
- Dusche renovieren und bodengleiche Dusche planen
- Sanierungsvereinfachungsgesetz: Erleichterungen für bestehende Gebäude
- Fliesen, Böden und Wandgestaltung
- Kleine Badezimmer sinnvoll renovieren
- Barrierefreiheit früh mitdenken
- Was kostet eine Badrenovierung?
- Wie lange dauert eine Badsanierung?
- Typische Fehler bei der Badrenovierung
- Wann lohnt sich Alles aus einer Hand
- FAQ – häufige Fragen zur Badsanierung
Bad renovieren oder komplett sanieren?
Die Begriffe Renovierung und Sanierung werden im Alltag nicht immer eindeutig voneinander getrennt. Für die Planung hilft trotzdem eine einfache Unterscheidung.
Bei einer Badrenovierung stehen häufig sichtbare oder funktionale Verbesserungen im Vordergrund. Wände werden neu gestaltet, Möbel und Armaturen ersetzt, Fugen erneuert oder einzelne Sanitärobjekte ausgetauscht.
Eine umfassende Badsanierung geht tiefer. Dabei können beispielsweise Wasser- und Abwasserleitungen, Elektroinstallationen, Estrich, Trockenbau, Abdichtung oder der gesamte Boden- und Wandaufbau betroffen sein.
Dazwischen gibt es viele Abstufungen.
Ein zehn oder zwanzig Jahre altes Badezimmer muss nicht automatisch vollständig entkernt werden. Umgekehrt ist es wenig sinnvoll, hochwertige neue Oberflächen auf einen Aufbau zu setzen, der bereits erkennbare Schäden aufweist.
Wichtig: Welche Bestandteile des vorhandenen Badezimmers können sinnvoll erhalten bleiben?
Was sollte vor der Badrenovierung geprüft werden?
Bevor Grundriss, Fliesen und Armaturen festgelegt werden, sollte der Bestand möglichst nüchtern betrachtet werden.
Besonders wichtig sind dabei der Zustand der vorhandenen Wasser- und Abwasserinstallationen, erkennbare Feuchte- oder Schimmelschäden, der Aufbau von Boden und Wänden sowie die vorhandene Elektroinstallation.
Auch die Raumgeometrie spielt eine große Rolle. In kleinen Wiener Altbaubädern können Schächte, Vorsprünge, massive Wände oder ungünstig angeordnete Leitungen die Möglichkeiten stärker bestimmen als das gewünschte Design.
Ein weiterer Punkt wird häufig übersehen: Was soll an seinem bisherigen Platz bleiben?
Wenn WC, Waschtisch und Dusche ihre Position nicht verändern, kann eine Renovierung wesentlich einfacher ausfallen. Werden Anschlüsse dagegen verlegt oder der Raum neu organisiert, steigt der technische Aufwand meist deutlich.
Bei Mietwohnungen sollte vor größeren baulichen Veränderungen außerdem geklärt werden, welche Zustimmung notwendig ist. Das betrifft insbesondere Eingriffe, die über einen einfachen Austausch vorhandener Ausstattung hinausgehen.
Badezimmer renovieren: der typische Ablauf
Kein Badezimmer ist identisch aufgebaut. Trotzdem folgt eine umfassendere Badsanierung meistens einer nachvollziehbaren Reihenfolge.
1. Bestand aufnehmen und Umfang festlegen
Zuerst wird geklärt, was erhalten werden kann und welche Bereiche erneuert werden sollen.
Dazu gehören nicht nur die sichtbaren Oberflächen. Leitungsführung, Untergründe, Anschlüsse, Heizung und gegebenenfalls vorhandene Schäden sollten möglichst früh berücksichtigt werden.
2. Grundriss und Ausstattung planen
Jetzt wird entschieden, wo Dusche, Badewanne, Waschtisch, WC, Heizkörper, Steckdosen und Beleuchtung künftig liegen sollen.
Dieser Schritt gehört vor die Materialbestellung. Eine schöne Waschtischanlage hilft wenig, wenn sich später herausstellt, dass Anschlüsse oder notwendige Abstände nicht zur Planung passen.
3. Rückbau
Bei einer umfassenden Sanierung werden alte Sanitärobjekte, Möbel und je nach Projekt auch Fliesen, Wandaufbauten oder Bodenbeläge entfernt.
Erst nach dem Rückbau zeigt sich bei älteren Badezimmern manchmal der tatsächliche Zustand des Untergrunds.
Genau deshalb sollte bei Bestandsbädern immer ein gewisser Spielraum für unerwartete Arbeiten eingeplant werden.
4. Installationen vorbereiten
Wasser- und Abwasserleitungen sowie notwendige Elektroinstallationen werden entsprechend der neuen Planung vorbereitet.
Falls eine Fußbodenheizung, zusätzliche Beleuchtung, ein elektrischer Handtuchheizkörper oder neue Anschlüsse vorgesehen sind, müssen diese Punkte jetzt berücksichtigt werden – nicht nach den Fliesenarbeiten.
5. Untergründe herstellen
Wände, Trockenbauflächen, Estrich und andere Untergründe werden für die nachfolgenden Arbeiten vorbereitet.
Bei bodengleichen Duschen kommen Gefälle und Entwässerung hinzu. Bereits hier entscheidet sich, ob spätere Anschlüsse sauber ausgeführt werden können.
6. Abdichtung
In entsprechend wasserbeanspruchten Bereichen wird der notwendige Abdichtungsaufbau hergestellt.
Dabei sind Übergänge, Rohrdurchführungen, Abläufe und Anschlüsse besonders sensibel.
7. Oberflächen und Fliesen
Erst wenn Untergrund und Abdichtung stimmen, folgen Fliesen beziehungsweise andere vorgesehene Wand- und Bodenoberflächen.
8. Endmontage
Zum Schluss werden Sanitärobjekte, Armaturen, Möbel, Schalter, Steckdosen, Beleuchtung und weitere Ausstattung montiert.
In der Praxis: Die genaue Reihenfolge kann je nach Projekt abweichen. Entscheidend ist weniger ein starres Schema als die saubere Abstimmung der einzelnen Gewerke.
Wasserleitungen und Elektrik nicht erst am Ende bedenken
Bei einer rein optischen Badrenovierung können vorhandene Installationen oftmals unverändert bleiben.
Bei einem älteren Badezimmer sollte man allerdings nicht automatisch davon ausgehen, dass sämtliche Leitungen entweder erneuert werden müssen – oder problemlos weitere Jahrzehnte genutzt werden können.
Relevant sind unter anderem Alter, Material, Zustand, Zugänglichkeit und die geplanten Veränderungen.
Besonders deutlich wird das beim neuen Grundriss. Soll beispielsweise das Waschbecken auf die andere Seite des Raumes wandern oder eine Badewanne durch eine bodengleiche Dusche ersetzt werden, verändern sich die Anforderungen an Zu- und Ableitungen.
Ähnlich verhält es sich mit der Elektrik.
Neue Beleuchtung, zusätzliche Steckdosen, Spiegel mit elektrischen Funktionen oder elektrische Heizsysteme sollten in die Gesamtplanung aufgenommen werden. Arbeiten an der Elektroinstallation gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachbetriebe.
Nachträgliches Stemmen in einer bereits fertiggestellten Wand ist nicht nur ärgerlich – es ist meistens auch vermeidbar.
Abdichtung im Badezimmer: unsichtbar, aber entscheidend
Ein frisch verfliestes Bad kann vollkommen intakt aussehen und trotzdem einen mangelhaften Aufbau besitzen.
Fliesen und Fugen bilden den sichtbaren Belag. In entsprechend wasserbeanspruchten Bereichen muss jedoch auch der darunterliegende Aufbau gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden.
Besonders sensibel sind Dusche und Wannenbereich sowie Durchdringungen, Abläufe und Übergänge zwischen Wand und Boden.
Eine Silikonfuge allein macht diesen Aufbau nicht wasserdicht.
Das wird bei Renovierungen relevant, wenn lediglich Oberflächen erneuert werden sollen. Wird ein sehr altes Badezimmer nur optisch überarbeitet, bleibt eine vorhandene Abdichtung – oder deren Zustand – zunächst unverändert.
Deshalb sollte bei Feuchtigkeitsspuren, lockeren Fliesen oder unbekanntem Aufbau genauer hingesehen werden, bevor einfach darübergearbeitet wird.
Bad renovieren ohne Fliesen abzuschlagen – wann ist das sinnvoll?
Der Gedanke ist verlockend: alte Fliesen bleiben an der Wand, neue Oberfläche darüber, weniger Abbruch und weniger Schmutz.
Grundsätzlich kann ein bestehender Fliesenbelag unter geeigneten Voraussetzungen als Untergrund für einen weiteren Aufbau genutzt werden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Fliese auf Fliese bei jedem Badezimmer sinnvoll ist.
Der vorhandene Belag muss ausreichend fest und tragfähig sein. Hohlstellen, lose Fliesen, Feuchteschäden oder problematische Untergründe verschwinden nicht dadurch, dass man sie verdeckt.
Außerdem wächst die Aufbauhöhe. Das kann beispielsweise bei Türen, Bodenübergängen, Anschlüssen, Armaturen oder im Bereich der Dusche relevant werden.
Bei einem technisch intakten, vergleichsweise jungen Badezimmer kann eine solche Lösung interessant sein, wenn hauptsächlich die Gestaltung verändert werden soll.
Bei einem sehr alten Bad mit ungeklärtem Untergrund, veralteten Installationen oder Feuchtigkeitsschäden ist eine oberflächliche Überarbeitung dagegen häufig zu kurz gedacht.
Dusche renovieren: mehr als Glaswand und neue Armatur
Eine neue Dusche kann ein Badezimmer stark verändern, ohne dass zwangsläufig der gesamte Raum neu gestaltet werden muss.
Besonders häufig besteht der Wunsch, eine hohe Duschtasse durch eine möglichst bodengleiche Lösung zu ersetzen.
Ob das ohne größeren Eingriff möglich ist, hängt stark vom vorhandenen Bodenaufbau ab. Ablauf, notwendiges Gefälle, Aufbauhöhe und Leitungsführung müssen zusammenpassen.
Bei einer bodengleichen Dusche beginnt die Planung deshalb unterhalb der später sichtbaren Fliesen.
Auch die oft verwendete Bezeichnung „Walk-in-Dusche“ sagt zunächst nur etwas über die Gestaltung aus. Eine offen zugängliche Dusche ist nicht automatisch barrierefrei.
Wer die Dusche ohnehin neu plant, sollte deshalb überlegen, ob eine möglichst komfortable Nutzung auch für später sinnvoll ist.
Fliesen, Böden und Wandgestaltung bewusst danach auswählen
Fliesen prägen das Erscheinungsbild eines Badezimmers stark. Im Gesamtprojekt sind sie aber nur ein Teil des Aufbaus.
Wer bereits weiß, dass das Bad komplett saniert wird, sollte Material und Format deshalb erst auswählen, wenn Grundriss und wesentliche technische Details feststehen.
Bei einer bodengleichen Dusche kann beispielsweise das geplante Fliesenformat Einfluss darauf haben, wie das Gefälle umgesetzt wird. Bei großformatigen Platten wiederum steigen die Anforderungen an einen ausreichend ebenen Untergrund.
Welche Materialien und Formate sich für Wand, Boden und Dusche eignen, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber zu Badezimmerfliesen.
Nicht jede Wand muss außerdem zwingend vollständig gefliest werden. Außerhalb stärker wasserbeanspruchter Bereiche kommen je nach Untergrund und Gestaltung auch andere geeignete Oberflächen infrage.
Das kann gerade kleinen Badezimmern guttun – optisch und teilweise auch beim Budget.
Kleine Badezimmer renovieren: Fläche ist nicht alles
Bei kleinen Bädern liegt der Schwerpunkt häufig darauf, möglichst viel Ausstattung unterzubringen.
Das ist verständlich, führt aber nicht automatisch zu einem besseren Raum.
Eine großzügige Dusche kann im Alltag beispielsweise sinnvoller sein als eine zusätzliche Badewanne, die kaum genutzt wird. Ein wandhängender Waschtisch schafft optisch mehr Bodenfläche, während gut geplante Nischen Stauraum bieten können, ohne den Raum zusätzlich zuzustellen.
Auch Türen verdienen Aufmerksamkeit. Öffnungsrichtung und Bewegungsbereich können in einem kleinen Badezimmer erstaunlich viel Fläche beanspruchen.
Nach unserer Erfahrung lohnt es sich deshalb, kleine Bäder nicht nur über Quadratmeter zu planen, sondern über Bewegungsabläufe:
Wo steht man beim Abtrocknen? Kann eine zweite Person noch an der Tür vorbei? Lassen sich Schubladen vollständig öffnen? Wo landen Handtücher und Pflegeprodukte?
Diese unspektakulären Fragen entscheiden im Alltag häufig stärker über die Qualität eines Bades als ein besonders auffälliges Fliesendesign.
Barrierefreiheit früh mitdenken – auch wenn sie heute noch nicht notwendig ist
Wer sein Badezimmer umfassend saniert, schafft einen Zustand, der oft viele Jahre bestehen bleibt.
Deshalb kann es sinnvoll sein, Komfort und spätere Nutzbarkeit bereits heute mitzudenken.
Eine möglichst schwellenarme oder bodengleiche Dusche ist ein Beispiel. Auch ausreichend Bewegungsfläche, sinnvoll angeordnete Armaturen oder die Möglichkeit, später Haltegriffe nachzurüsten, können bei der Planung berücksichtigt werden.
Dabei ist wichtig: Bodengleich bedeutet nicht automatisch barrierefrei.
Eine fachlich barrierefreie Planung berücksichtigt deutlich mehr als nur den Einstieg in die Dusche.
Wer einen altersgerechten oder behindertengerechten Umbau plant, sollte außerdem frühzeitig prüfen, ob Fördermöglichkeiten bestehen. Die aktuell relevanten Programme für Wien, Niederösterreich und Österreich behandeln wir separat im Beitrag zur Badsanierungsförderung 2026.
So bleiben Förderbedingungen und technische Planung sauber voneinander getrennt.
Was kostet es, ein Badezimmer zu renovieren?
Bei kaum einem Sanierungsthema sind pauschale Preisangaben so schnell irreführend wie beim Badezimmer.
Zwei Bäder mit derselben Grundfläche können völlig unterschiedliche Kosten verursachen.
Entscheidend sind insbesondere:
- Umfang von Abbruch und Rückbau,
- Zustand der Wasser- und Elektroinstallationen,
- Änderungen am Grundriss,
- Zustand von Wand und Boden,
- erforderliche Abdichtungsarbeiten,
- Dusche oder Badewanne,
- Fliesenformat und Verlegeaufwand,
- Sanitärobjekte und Armaturen,
- Möbel und Sonderanfertigungen,
- sowie der Koordinationsaufwand zwischen den Gewerken.
Eine reine optische Renovierung mit weitgehend unveränderter Technik befindet sich deshalb in einer völlig anderen Kostenklasse als die vollständige Entkernung eines alten Badezimmers.
Auch die Raumgröße allein führt in die Irre.
Ein kleines Bad mit vielen Ecken, Nischen, Leitungsverlegungen und großformatigen Fliesen kann arbeitsintensiver sein als ein deutlich größerer, einfach aufgebauter Raum.
Seriös kalkulieren lässt sich eine Badrenovierung deshalb erst, wenn Leistungsumfang und vorhandener Zustand ausreichend bekannt sind.
Wie lange dauert eine Badsanierung?
Auch die Bauzeit hängt stärker vom Umfang als von der Raumgröße ab.
Der Austausch einzelner Elemente kann vergleichsweise schnell erledigt sein. Bei einer vollständigen Badsanierung müssen dagegen verschiedene Gewerke nacheinander arbeiten und technische Warte- beziehungsweise Trocknungszeiten berücksichtigt werden.
Abbruch, Installationen, Untergrund, Abdichtung, Fliesenarbeiten und Endmontage lassen sich nicht beliebig gleichzeitig erledigen.
Hinzu kommt ein Punkt, der bei bewohnten Wohnungen besonders relevant ist: Während einer umfassenden Sanierung steht das Badezimmer zeitweise nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung.
Bei nur einem Bad in der Wohnung sollte deshalb bereits vor Baubeginn geklärt werden, wie diese Zeit praktisch überbrückt werden kann.
Ein unrealistisch knapp angesetzter Zeitplan hilft hier niemandem. Eine gut organisierte Baustelle ist meistens angenehmer als eine Planung, die nur auf die theoretisch kürzeste Bauzeit abzielt.
Typische Fehler bei der Badrenovierung
Zu früh Materialien bestellen
Wenn Fliesen, Möbel oder Sanitärobjekte bestellt werden, bevor Leitungsführung und genaue Maße geklärt sind, können später unnötige Kompromisse entstehen.
Nur die sichtbare Oberfläche betrachten
Neue Fliesen lösen keine Probleme mit einem feuchten Untergrund, schadhaften Leitungen oder einem ungeeigneten Bodenaufbau.
Die Dusche isoliert planen
Ablauf, Gefälle, Abdichtung und Fliesenformat beeinflussen sich gegenseitig. Eine bodengleiche Dusche sollte deshalb als Teil des gesamten Bodenaufbaus geplant werden.
Gewerke getrennt voneinander beauftragen, ohne die Schnittstellen zu klären
Installateur, Elektriker, Trockenbau und Fliesenarbeiten können fachlich jeweils einwandfrei ausgeführt sein – und trotzdem entstehen Probleme, wenn Übergaben und Reihenfolge nicht zusammenpassen.
Keine Reserve für den Bestand einplanen
Bei älteren Badezimmern sind nicht alle Bedingungen vor dem Rückbau sichtbar. Ein finanzieller und zeitlicher Puffer ist deshalb vernünftiger als eine Planung, die nur im absoluten Idealfall funktioniert.
Barrierefreiheit erst später berücksichtigen
Wer ohnehin umfassend umbaut, kann bestimmte Voraussetzungen wesentlich einfacher vorbereiten als bei einer nachträglichen Anpassung.
Wann lohnt sich die Koordination aus einer Hand?
Je mehr Gewerke beteiligt sind, desto wichtiger werden die Schnittstellen.
Bei einer einfachen kosmetischen Renovierung ist das kaum ein Thema. Bei einer vollständigen Badsanierung greifen hingegen Installationen, Trockenbau, Estrich, Abdichtung, Fliesenarbeiten, Elektrik und Sanitärmontage direkt ineinander.
Die GERRY BAU GmbH übernimmt solche Projekte im Rahmen ihrer Sanierungs- und Renovierungsarbeiten in Wien und Umgebung und koordiniert bei Bedarf auch die beteiligten Partnergewerke.
Das bedeutet nicht, dass jedes alte Bad vollständig saniert werden muss. Im Gegenteil: Eine gute Planung sollte auch erkennen, was sinnvoll erhalten bleiben kann.
Denn am Ende ist nicht das Badezimmer am besten renoviert, in dem möglichst viel ausgetauscht wurde – sondern jenes, bei dem Technik, Nutzung und Gestaltung langfristig zusammenpassen.
Sie planen eine Badezimmerrenovierung
Bei Sanierungen und Renovierungen sieht man viele entscheidende Punkte erst vor Ort. GERRY BAU GmbH unterstützt Eigentümer bei Sanierungs-, Renovierungs- und Umbauprojekten in Wien und Niederösterreich – von der Ersteinschätzung bis zur Ausführung.
FAQ – häufige Fragen zum Badezimmerumbau
Was ist der Unterschied zwischen Badezimmer renovieren und Badezimmer sanieren?
Die Begriffe werden im Alltag nicht einheitlich verwendet. Bei einer Renovierung stehen häufig Oberflächen und Ausstattung im Mittelpunkt. Eine umfassende Sanierung kann zusätzlich Leitungen, Elektrik, Abdichtung, Estrich und andere Teile des technischen Aufbaus betreffen.
Muss bei einer Badsanierung immer alles heraus?
Nein. Welche Bestandteile erhalten werden können, hängt vom Zustand und von der geplanten Veränderung ab. Ein technisch intaktes Badezimmer muss nicht allein aufgrund seines Alters vollständig entkernt werden.
Kann man ein Bad renovieren, ohne die Fliesen abzuschlagen?
Unter geeigneten Voraussetzungen ja. Der vorhandene Belag muss ausreichend fest und der Untergrund für den weiteren Aufbau geeignet sein. Zusätzlich sind Aufbauhöhe, Anschlüsse und mögliche verdeckte Schäden zu berücksichtigen.
Wann sollte man alte Wasserleitungen im Bad erneuern?
Nicht allein das Alter entscheidet. Material, Zustand, Zugänglichkeit, vorhandene Schäden und geplante Veränderungen sollten gemeinsam betrachtet werden. Bei umfangreichen Eingriffen kann es sinnvoll sein, schwer zugängliche alte Leitungen zu prüfen, bevor die Oberflächen wieder geschlossen werden.
Kann man nur die Dusche renovieren?
Ja. Wenn der restliche Aufbau technisch in Ordnung ist, kann die Erneuerung der Dusche eine sinnvolle Teilmaßnahme sein. Bei einer bodengleichen Dusche müssen jedoch Aufbauhöhe, Entwässerung, Gefälle und Abdichtung berücksichtigt werden.
Ist eine bodengleiche Dusche automatisch barrierefrei?
Nein. Ein schwellenloser Einstieg ist nur ein Aspekt barrierefreier Planung. Bewegungsflächen, Zugänglichkeit, Bedienbarkeit und weitere Anforderungen spielen ebenfalls eine Rolle.
Muss ein Badezimmer komplett gefliest werden?
Nein. In stärker wasserbeanspruchten Bereichen muss ein geeigneter Gesamtaufbau vorhanden sein. Auf anderen Wandflächen können abhängig vom Untergrund und von der Nutzung auch andere geeignete Oberflächen eingesetzt werden.
Wie hoch sind die Kosten einer Badsanierung?
Eine seriöse Pauschalsumme lässt sich ohne Kenntnis des Projekts kaum nennen. Entscheidend sind vor allem Eingriffstiefe, Installationsarbeiten, Untergrund, Ausstattung, Fliesen, Grundrissänderungen und die Anzahl beteiligter Gewerke.
Wie lange dauert es, ein Badezimmer komplett zu renovieren?
Das hängt vom Umfang ab. Bei einer umfassenden Sanierung müssen verschiedene Gewerke sowie notwendige Trocknungs- und Wartezeiten berücksichtigt werden. Eine belastbare Dauer lässt sich deshalb erst nach Festlegung des konkreten Leistungsumfangs nennen.
Gibt es Förderungen für eine Badsanierung?
Nicht jede Badrenovierung wird gefördert. Fördermöglichkeiten können insbesondere bei altersgerechten, barrierefreien oder behindertengerechten Umbauten sowie in bestimmten weiteren Sanierungsfällen bestehen. Da Programme und Voraussetzungen geändert werden können, sollten sie vor Projektbeginn aktuell geprüft werden.
Sie planen einen Umbau, Ausbau, Zubau oder eine Sanierung in Wien oder Niederösterreich?
Dann lohnt sich eine fachliche Ersteinschätzung, bevor unnötige Kosten oder Verzögerungen entstehen. Wir beraten Sie gerne.
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Quellenangaben
Wirtschaftskammer Österreich: Unser Bad – Leitfaden zum fehlerfreien Planen und Bauen von Sanitäranlagen
Wirtschaftskammer Österreich / Österreichischer Fliesenverband / Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker: Verbundabdichtung mit einem Oberbelag aus Keramik, Mosaik oder Naturstein – Schnittstellen zum Installateur
Austrian Standards International: ÖNORM B 3407:2026 – Leistungen für Planung und Ausführung von Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten
Stadt Wien: Barrierefreies Wohnen und Bauen
Arbeiterkammer Österreich: Bauliche Veränderungen in Mietwohnungen